Schlafmütze

Ein Sonnenstrahl
ich für dich stahl,
um das Schlafmützchen
damit wach zu kitzeln.

Schnurrt und dreht sich um im Bett,
lässt sich fühlen
im Arm,
dort liegt sich ‘s besonders nett.

Streichle dir das Haar davon,
über Wange und Stirn,
Hals und Lippen
küss dir den Rücken
beug’ mich vor,
„Ich hab dich gern“
flüster’ ich dir ins Ohr.

Iulia

Was ist denn das?
Brille,
blau
und Bluse?
Weiß,
gestreift
und Mütze?
Heißt sie vielleicht Suse
und ihr Sternzeichen ist Schütze?
Nein,
ganz sicher nicht,
dass wär alles reiner Stuss!
Verwandt mit Göttin Venus
ist ihr Anblick enbenso Genuss.

Ihr Name, so,
verrat ich nicht,
doch Romeo
kennt ihre ganze Geschicht.

Die Anderen

Man nimmt sich in den Arm,
umschließt sich fest mit den
Händen
streicheln über die Wange.

Man schaut sich tief in die Augen,
spürt den sanften Atem des anderen
auf der Haut
bildet sich Gänsehaut.

Man fühlt den Herzschlag in der Brust,
zittert vor Aufregung des Moments
während man sich küsst
schmeckt man sich.

Man geht zusammen ein und aus,
vertraut einander jeden Moment,
doch – -
am Ende bleiben immer die Anderen.

Letzter Sonnenstrahl

Hab dich gesehn,
wolltest grad gehn,
ließt mir keine Wahl,
Vor Glück
ganz entzückt,
stahl
ich dir einen letzten
Sonnenstrahl.

Königreich

Unendliche Wälder
von klaren Flüssen geteilt,
kräftig grüne Wiesen
mit Blumen beeilt
bunt zu sein.
Schneebedeckte Gipfel, mein,
die Riesen im Vergleich mit
turmhohen Wipfel
der Uralten.
Ein Königreich,
ein Leben breit
ein Leben lang
ein Leben weit.
Würd’s dir schenken,
doch ‘s tut mir leid,
du musst mir glauben!
‘s gehört nicht mir,
‘s ist schon dir,
das Königreich in deinen Augen.

Blitzlichtgewitter

Schneller Wechsel
greller Blitz,
Schneller Lidschlag
heller Blitz.
Ein Stakkatofeuer
auf dich nieder,
wie die Glieder
ungeheuer
schnell.
In unfassbaren Strahlen
prahle Jünger
des Geflimmer
der Discotanzmaschine
mit Gezitter
zum Blitzlichtgewitter.

Nebelschwaden baden

In Nebelschwaden
zusammen barfuß waten,
Hand in Hand
nackt mit dir baden,
nur um mich dann
an deinem Anblick zu laben.
Wagen
tu ich’s dich zu küssen,
nur um ’s zu wissen
und sicher zu sein.
Ich will dich nie mehr missen,
an deiner Seite
sehe ich mich
dir sagen,
ich will und liebe nur dich.

Augen

Augen sind wunderschön,
glaub’s mir, ich hab’s geseh’n!
Unfassbar tief und weit
und seit
ich dich kenn
gleit ich in deine.
Und meine?
Denen kann ich nicht mehr trauen
und muss auf meine andern Sinne bauen.
Doch ein Nachteil hat’s,
man kann sie nicht berühr’n
wie Hals und Bauch,
doch man kann sich für immer in ihnen verlier’n.

Die Sternschnuppe

Eine klare ruhige Nacht,
der Junge schläft und
der Mond am Himmel lacht.
Leis’ geht’s zu am Himmelszelt,
Stille bedeckt alles fein
Dunkelheit küsst die ganze Welt.
Plötzlich,
laut und hell
fürs Aug’ viel zu grell
aber nicht für’s Herz,
du dort droben
lustig am toben,
schlägst Wellen groß,
wie in mir.

trenn

siehe auch “Sternschnuppen

Hören

Du siehst mich.
Du riechst mich.
Du fühlst mich.
Du schmeckst mich.
Du spürst mich.
Aber du hörst mich nicht.

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