Sunneschei

Oooooooh do gucken mol,
wie schää!
Seh ‘nas?
Ma siehds nit nur,
ma riechts ach,
was ä Wunner,
die Nadur!
Kaum kummdse raus,
do’d Groß,
schdreggde mol ihr Fieler aus,
do blinzeld alles mol zurick.
Hach,
was schääne Dache werma hawwe,
lossenen nei,
de Sunneschei!

Federlassen

Es zupft
und rupft,
es beißt
und reißt,
es zieht
und drückt,
schlägt
und tritt.
Es quetscht
und fletscht,
es knurrt
und murrt,
es wankt
und bankt,
es zittert
und splittert letztendlich.
Immer diese Rauferei, wenn das Gewissen Federn lassen muss!

Mein(e) Juli

Ein Wolkenbauch
bauscht
sich auf
und setzt sich,
wie eine Mütze
auf des Berges Spitze.

Sonnenwärme
spielt mit Bienenschwärme
und dem Blumenduft
eine Sinfonie in der Luft.

Eisblaue Himmel blicken
mir in die Augen
und wattweiche Lippen
saugen
die Winterkälte davon…

Warum wohl, wurde der Monat
nach dir benannt?

Schlafmütze

Ein Sonnenstrahl
ich für dich stahl,
um das Schlafmützchen
damit wach zu kitzeln.

Schnurrt und dreht sich um im Bett,
lässt sich fühlen
im Arm,
dort liegt sich ‘s besonders nett.

Streichle dir das Haar davon,
über Wange und Stirn,
Hals und Lippen
küss dir den Rücken
beug’ mich vor,
„Ich hab dich gern“
flüster’ ich dir ins Ohr.

Kriegsbeginn

An euch Messerwetzer,
Rüstungsschneider,
Patronensetzer
und Kriegslisttreiber!

An euch Minenschärfer,
Stacheldrahtknüpfer,
Granatenwerfer
und Luftabwehrschützer!

An euch Bombenflieger,
Bunkersucher,
Cyberkrieger
und Kriegsausrufer!

An euch Despoten,
radikale Islamisten,
Faschisten
und all die anderen Idioten!

Ihr seid alle doof.

trenner

Ein Gedicht aus aktuellem Anlass. Vielleicht entsteht der Eindruck, ich sei durch und durch Pazifist
und würde aktiv gegen diverse Handlungen diverser Staaten protestieren, dem ist aber nicht der Fall.
Ich bin und war für eine Intervension in Libyen und werde es auch an anderer Stelle sein, falls ähnliches
sich wiederholen sollte.
Ich begründe dies mit einem Zitat von jemanden, der dies getan hat. Er ist dazwischengegangen und
wollte vermitteln, bezahlt hatte er dies mit seinem Leben:

Es ist manchmal besser einzuschreiten, statt nur tatenlos daneben zu stehen und einfach zuzusehen wie ein Unschuldiger leidet. – Mahatma Gandhi

Ich bin nicht für Krieg, aber ich bin für die Freiheit jedes einzelnen, für Meinungsfreiheit, einfach für das Recht zu leben.

Sag es mir

Sag mir, wie lässt es sich aushalten
nur mit dir zu reden, wenn ich dich küssen möchte?
Sag mir, wie lässt es sich aushalten
dich nur anzuschauen, wenn ich dich streicheln möchte?
Sag mir, wie lässt es sich aushalten
dich zu massieren , wenn ich mit dir schlafen möchte?
Sag mir, wie kann ich dich nicht wollen
während ich dich begehre?
Wie kann ich kalt bleiben
während ich dich fühlen möchte?
Während ich dich riechen möchte?
Während ich dich schmecken möchte?
Sag es mir.
Bitte.

Die Anderen

Man nimmt sich in den Arm,
umschließt sich fest mit den
Händen
streicheln über die Wange.

Man schaut sich tief in die Augen,
spürt den sanften Atem des anderen
auf der Haut
bildet sich Gänsehaut.

Man fühlt den Herzschlag in der Brust,
zittert vor Aufregung des Moments
während man sich küsst
schmeckt man sich.

Man geht zusammen ein und aus,
vertraut einander jeden Moment,
doch – -
am Ende bleiben immer die Anderen.

Nein!

Nein.
Nein nein nein
nein nein nein.
Nein.
Nein nein nein
nein nein nein,
nein!
Nein nein nein!
Nein!
Nein!
Nein!

Nein.
Doch.

Sternentanz

Ein Knall,
Turbulenzen
und Chaos
überall.
Es geht
drunter und drüber,
rüber und nüber
und im Kreis.
Und wie jeder weiß,
in das Chaos
kehrte Ruh’.

Und in meins
kamst du.

Es ist für sie. :)

Liebeskarussell

Man stellt sich
zusammen
in die Schlange
für ‘s Karussell.

Mag sich
zusammen
drehen,
immer und immer
wieder
den Augenblick erleben.
Die Zeit steht still,
wenn man sich
zusammen
immer höher
in der Liebe dreht.

Als ich gekommen bin,
wurde das Karussell
wegen Konstruktionsfehler
geschlossen.

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